Ohne sie läuft gar nichts: Vitamine sind an allen Stoffwechselvorgängen beteiligt, schützen vor Krankheiten und machen fit und nervenstark.
Jedes Vitamin hat dabei bestimmte Aufgaben, die es in unserem Körper erfüllt – vom Knochenaufbau über das Zellwachstum bis hin zu körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit. Wer sich ausgewogen und gesund ernährt, bezieht auch ausreichend Vitamine aus der Nahrung. Ein Mangel an Vitaminen kann dagegen krank machen. Wir fühlen uns müde und unglücklich, leiden unter Konzentrations- und Schlafstörungen. Aber keine Panik: Der Körper kann Schwankungen in der Vitaminzufuhr über Tage, ja sogar Wochen ausgleichen. So speichert die Leber einen Vorrat an Vitamin A, der über Wochen ausreicht. Wer also nur hin und wieder für kurze Zeit einseitig isst, kann trotzdem seinen Vitaminbedarf decken.

Es gibt 13 Vitamine, die sich in fettlösliche und wasserlösliche Vitamine einteilen lassen. Zu den fettlöslichen Vitaminen zählen Vitamin A, D, E und K. Zu den wasserlöslichen Vitaminen zählen die B-Vitamine sowie Vitamin C, Folsäure und Niacin. Hier eine kurze Übersicht über Aufgaben und Vorkommen der Vitamine:
Fettlösliche Vitamine:
Vitamin A
benötigt der Körper für Zell- und Knochenwachstum, Zähne, Sehvermögen und Aufbau von Haut und Schleimhäuten. Es ist in Milch, Leber, Eigelb, in grünem, gelben und rotem Gemüse enthalten.
Vitamin D
ist nötig, um das Mineral Kalzium, das für Aufbau und Kräftigung von Zähnen und Knochen nötig ist, einbauen zu können. Fisch, Milch, Vollkorngetreide und Hühnereier sind gute Lieferanten.
Vitamin E
ist wichtig für die Fortpflanzung und den Schutz der Körperzellen. Folgende Nahrungsmittel enthalten Vitamin E: Reichlich Vitamin E kommt in Nüssen, Vollkorngetreide, Sonnenblumen- und Sojaöl vor.
Vitamin K
spielt eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung. Gute Vitamin K-Lieferanten sind Spinat, Kohl, Leber und Hühnereier.
Wasserlösliche Vitamine:
Vitamin B1
braucht der Körper für Nerven und geistige Frische, für Herz und Kohlenhydratstoffwechsel. Diese Nahrungsmittel versorgen uns mit Vitamin B1: Müsli, Schweinefleisch, Nüsse, Weizenvollkornbrot, Sojabohnen, Naturreis.
Vitamin B2
benötigt der Körper für Eiweiß- und Energiestoffwechsel und für den Sauerstofftransport in die Zellen. Es ist in Milch und Milchprodukten, Vollkornprodukten und dunklem Blattgemüse enthalten.
Niacin
ist wichtig für die Haut, für Nervensystem und Energiestoffwechsel. Es hat damit Einfluss auf unsere Stimmungslage, auf Herztätigkeit, Muskeln und Bindegewebe. Folgende Nahrungsmittel enthalten Niacin: Geflügel, Nüsse, Eier, Getreideprodukte.
Vitamin B6
spielt eine wichtige Rolle für die Blutbildung, für den Eiweißstoffwechsel und den Muskelaufbau. Bananen, Sojabohnen, Fisch, Müsli und Vollkornprodukte sind gute Lieferanten.
Folsäure
ist wichtig für Gehirn und Gewebeaufbau. Grünblättrige Gemüse wie Spinat und Salat sowie Eier und Milchprodukte enthalten Folsäure.
Pantothensäure
benötigt der Körper für Durchblutung und Nerven sowie bei der Energieproduktion. Eier, Vollkorngetreide und Bierhefe sind gute Lieferanten.
Biotin
ist wichtig für Haut, Haare und Nerven sowie den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel. Es findet sich in Nüssen, Naturreis, Tomaten, Eiern und Sojabohnen.
Vitamin B12
ist entscheidend an der Blutbildung beteiligt. Es ist enthalten in Fisch, Fleisch, Eiern und Milchprodukten.
Vitamin C
benötigt der Körper, für das Immunsystem, zum Aufbau des Bindegewebes, für Zahnfleisch und Zellatmung. Es hat überdies Einfluss auf unsere Stimmungslage und Konzentrationsfähigkeit. Es ist in rohem Obst und Gemüse enthalten. Besonders gute Lieferanten sind Zitrusfrüchte, Kiwi, Brokkoli und Paprika.

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung lohnt sich also für uns. Denn sie garantiert, dass unser Körper immer ausreichend mit Vitaminen versorgt ist. Und das wirkt sich nicht nur auf unser körperliches, sondern auch auf unser seelisches Wohlbefinden aus. Vitamine sorgen dafür, dass wir uns fit, unternehmungslustig und fröhlich fühlen. Ein überzeugendes Argument für eine gesunde Ernährung.